Projekt SYS

Durch das Grundwasser-Bohrlochprojekt in der Nähe von Harare haben jungen Frauen vom Shamwari Yemwanasikana (SYS) Zentrum einen Zugang zu sauberem Wasser. 

Das von der Jansen Primesteps Foundation finanzierte Grundwasser-Bohrlochprojekt wurde durch PfAH für die Organisation Shamwari Yemwanasikana (SYS) in Harare realisiert.

Hintergrund

Shamwari Yemwanasikana (in Shona «Freundin des Mädchens») ist eine gesetzlich registrierte nichtstaatliche Hilfsorganisation, die sich für die Rechte von Mädchen und jungen Frauen in den Familien, der Schulen und Gemeinden einsetzt und ihre Handlungskompetenz fördert. 

Der traditionelle Ehestand in Zimbabwe ist hart für die Frau. Oft werden Frauen sehr jung (bereits mit 14 Jahren) verheiratet und wird zum Besitz des Mannes. Je nach dem Beruf und der finanziellen Situation bezahlt der Freier für seine zukünftige Gemahlin mit Kühen, Geissen und Bargeld. Dieser Ehestand heisst «Lobola». Häufig hat der Mann mehrere Ehefrauen gleichzeitig. Die Frau kann sich weder scheiden noch weggehen. Viele Frauen sind gezwungen auf Bildung zu verzichten und müssen dem Mann gehorchen. Die Aufgabe der Ehefrau besteht aus Kindern kriegen, Essen besorgen und harte Feldarbeiten.  Wenn die Gattin flieht, verliert sie ihre Kinder an den Ehemann. Auch werden immer wieder junge Frauen von Familienmitgliedern sexuell missbraucht. 

SYS versucht, solchen Frauen Nothilfe oder juristische Unterstützung anzubieten.
Nach einem Treffen mit dem SYS-Team waren wir von der geleisteten Arbeit beeindruckt. 
Wir wollten SYS unterstützen, da die Organisation gerade dabei ist, ein Zentrum für Nothilfe und Unterschlupf als ein alternatives “zu Hause“ für jugendliche weibliche Opfer von Missbrauch und Gewalt zu bauen. Übergeordnetes Ziel von SYS ist es, diese Menschen vor weiteren potentiellen Schäden zu bewahren und Ihnen Hilfe zu geben bei ihrer Kompetenzentwicklung. 

Hilfe zur Selbsthilfe

Das Bohrloch wird nicht nur Wasser für den Hausgebrauch bereitstellen, sondern auch landwirtschaftlichen Zwecken dienen. Die Produkte aus den von den jungen Frauen gepflegten Gemüsegärten können dank dem Grundwasser ganzjährig (nicht nur während der manchmal ungenügenden Regenzeit) dem Heim zur Verfügung gestellt oder auf dem Markt verkauft werden. Zugang zum Wasser soll nach einvernehmlicher Absprache auch der benachbarten lokalen Bevölkerung gewährt werden.

Durch das Bohrloch können die jungen Frauen ihre selbstproduzierten wiederverwendbaren Frauenbinden waschen. SYS plant auch Frauenbinden für den Markt zu fabrizieren. Später können mit einem zusätzlichen Wassertank auch Wasch- und Duschvorrichtungen betrieben werden.

Prozess/Vorgehen

Nach den Vorarbeiten und Abklärungen von der Schweiz aus ist PfAH Mitglied Jean Theiler vor drei Wochen trotz widrigen Corona-Zeiten nach Zimbabwe geflogen, um alle mit dem Projekt verbundenen juristischen Fragen zu klären und die Bohrung an Ort und Stelle zu leiten und zu überwachen. Die Angaben und Erklärungen von SYS betreffend Eigentumsfragen und staatlichen Bewilligungen wurden durch einen Anwalt in Harare überprüft und die Zuständigkeiten für den späteren Betrieb und den Unterhalt der Pumpe geregelt.

Von einer Bohrlochfirma in Harare erhielten wir ein akzeptables Angebot. Nach der Auftragserteilung begannen dann die Arbeiten vor Ort.
Wegen des harten Gesteins ​​war es sehr schwierig zu bohren. Immer wieder stiess der Bohrkopf auf harten Felsen. Nach 65 Metern gelang es schließlich am 29. April 2021, Wasser zu bekommen. Sobald das kostbare Nass aus dem Untergrund zu sprudeln begann, gab es Freudenschreie, Jubel, Gesang und Tanz von den jungen Frauen, die gespannt darauf gewartet hatten, diesen Moment mitzuerleben. Sobald sich die feinen Sedimente gesetzt haben, kann festgestellt werden, wie viel Wasser das Bohrloch täglich liefern kann.

Die solarbetriebene Grundwasserpumpe, ein Solarpanel und der Wassertank wurden umgehend organisiert und von der Bohrfirma angeliefert. Diese Gerätschaften werden von dieser fachgerecht installiert. Die Pumpe kann in etwa zwei Wochen in Betrieb genommen werden. Die jungen Frauen werden später zusammen mit einem Baumeister die Umgebung der Pumpe gestalten. Ein Zaun mit abschliessbarer Tür zum Schutz der Anlage muss dann noch erstellt werden.

Die Feldarbeit für dieses Projekt hat Jean Theiler mit ihrem grossen praktischen Know-how geleistet. Der Rest von PfAH-Team half bei planerischer und logistischer Hilfe von der Schweiz aus.

Fazit

Nach den Vorarbeiten und Abklärungen von der Schweiz aus ist PfAH Mitglied Jean Theiler vor drei Wochen trotz widrigen Corona-Zeiten nach Zimbabwe geflogen, um alle mit dem Projekt verbundenen juristischen Fragen zu klären und die Bohrung an Ort und Stelle zu leiten und zu überwachen. Die Angaben und Erklärungen von SYS betreffend Eigentumsfragen und staatlichen Bewilligungen wurden durch einen Anwalt in Harare überprüft und die Zuständigkeiten für den späteren Betrieb und den Unterhalt der Pumpe geregelt.

Von einer Bohrlochfirma in Harare erhielten wir ein akzeptables Angebot. Nach der Auftragserteilung begannen dann die Arbeiten vor Ort.
Wegen des harten Gesteins ​​war es sehr schwierig zu bohren. Immer wieder stiess der Bohrkopf auf harten Felsen. Nach 65 Metern gelang es schließlich am 29. April 2021, Wasser zu bekommen. Sobald das kostbare Nass aus dem Untergrund zu sprudeln begann, gab es Freudenschreie, Jubel, Gesang und Tanz von den jungen Frauen, die gespannt darauf gewartet hatten, diesen Moment mitzuerleben. Sobald sich die feinen Sedimente gesetzt haben, kann festgestellt werden, wie viel Wasser das Bohrloch täglich liefern kann.

Die solarbetriebene Grundwasserpumpe, ein Solarpanel und der Wassertank wurden umgehend organisiert und von der Bohrfirma angeliefert. Diese Gerätschaften werden von dieser fachgerecht installiert. Die Pumpe kann in etwa zwei Wochen in Betrieb genommen werden. Die jungen Frauen werden später zusammen mit einem Baumeister die Umgebung der Pumpe gestalten. Ein Zaun mit abschliessbarer Tür zum Schutz der Anlage muss dann noch erstellt werden.

Die Feldarbeit für dieses Projekt hat Jean Theiler mit ihrem grossen praktischen Know-how geleistet. Der Rest von PfAH-Team half bei planerischer und logistischer Hilfe von der Schweiz aus.

Partner

Jansen Primesteps Foundation

Shamwari Yemwanasikana (SYS)

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